Eine Schritt für Schritt Anleitung für deine perfekte Gesprächsführung

 

Ein Tiger macht keine Gesprächsführung

 

Du kannst mit fast jedem eine gute Gesprächsführung machen. Aber nicht mit jemanden, der bockig ist. Deshalb sei behutsam und schau genau, mit wem du dich unterhältst.

 

 

 

Mir wurde immer gesagt, dass ich darauf aufpassen sollte, was ich sage.

Das ich mich auf den anderen einstellen sollte und genau so reden sollte, wie er das auch so macht.

Ja nichts Falsches sagen, sonst könnte man irgendwie anstoßen. Immer auf die Worte achten, sonst könnte man jemanden verprellen und dadurch jemanden verletzen.

All diese Dinge wurden uns als Kinder immer wieder in die Köpfe eingedrungen.

Ich denke mal, dass es dir auch so geht.

Aber die Gesprächsführung ist ein großer Themenkomplex, wo man nicht sagen kann:

  • Das ist erlaubt
  • Das ist nicht erlaubt

 

Eine Gesprächsführung b.z.w. ein Gespräch mit einem Menschen ist so etwas Wunderbares. Aber es ist auch wichtig, das man sich nicht nur perfekt darauf vorbereitet. Man muss immer konzentriert sein und sich auch auf die Ebene des anderen begeben.

Es ist nicht nur ein Schwarz-Weiß denken. Wenn du die richtigen Dinge anwendest, kannst du auch andere von dir überzeugen. Aber dazu musst du die Schritt-für-Schritt Anleitung beachten, dann klappt es auch 100 prozentig.

 

Deshalb fange ich sofort an:

 

1.Was möchte ich persönlich erreichen in der Gesprächsführung !

 

Spatzen halten eine Gesprächsführung

Du hast immer ein Ziel, sonst würdest du kein Gespräch führen und den anderen von dir überzeugen. Ich rede nicht davon, einen netten Plausch oder Smalltalk zu führen.

In einer Gesprächsführung geht es immer darum, ein interessantes Gespräch zu führen und auch Ziele abzustecken, was man sich vorgenommen hatte.

 

Genauso ist es bei anderen Lebewesen. (wie bei diesen Spatzen) Auch wenn die sich über ganz andere Themen unterhalten, unterscheidet es sich kaum von uns Menschen.

Wir haben genauso das Grundbedürfnis, uns über unsere Ziele zu unterhalten und das Beste für uns herauszubekommen.

Einige Beispiele können sein:

 

  • das du deinen Partner fragst, was gekocht werden soll
  • deinen Kollegen fragst, wie und was gerade für Arbeit da ist
  • deinen Freund fragst, ob ihr ins Kino geht

 

Jeden Tag haben wir dutzende Gespräche, wo wir unsere Interessen mit anderen austauschen und das Beste herausholen. Ob es der Kinobesuch oder das Abendessen ist. Immer folgt ein Gespräch und daraus eine Einigung oder vielleicht ein Deal.

Du hast dir aber immer schon Gedanken gemacht, was du gerne möchtest und was du dir vorstellst.

Ohne Gedanken gehst du nicht ins Gespräch, weil du dann hinten runter fällst.

Und darum geht es, deine persönlichen Ziele abzustecken und daraus deinen persönlichen Vorteil zu ziehen.

Also mache dir immer vorher Gedanken, bevor du eine Gesprächsführung hineingehst.

 

  • Was möchte ich konkret für mich erreichen ?
  • Was ist mein individuelles Ziel ?
  • Wie kann ich denn anderen von meiner Ansicht überzeugen ?

 

2. Wie nehme ich mein Gegenüber wahr, in der Gesprächsführung (als Feind oder Freund)

 

Wie ich mit dir gerade schon geklärt habe, möchtest du dein Ziel erreichen. Du hast einen Fokus, was du erreichen möchtest.

Jetzt kommt es darauf an, wie du deinen Mitmenschen siehst, was du durchsetzen möchtest.

Siehst du in ihm deinen Freund, wo du schnell einen Kompromiss finden kannst. Oder ist er dein verbitterter Feind, wo du schon vorher weißt, dass es anstrengend wird.

Das musst du schon vorher wissen. Wir haben ja noch nicht angefangen mit dem richtigen Gespräch, weil du erst mal wissen musst, wie du auf Reaktionen am besten reagieren musst.

Das ist wie das Spiel mit Engelchen und Teufelchen.Engel und Teufel in der Gesprächsführung

Ein altes Zitat besagt so schön:

 

“Wenn ich vorher weiß, wenn ich vor mir habe. Dann weiß ich auch, ob ich meine Samthandschuhe anziehe oder meine Keule raushole.”

 

Du hast in deinem Leben schon anstrengende Gespräche geführt und daraus resultiert die Erfahrung, das du genau weißt, wie du wann reagieren musst.

Bei schwierigen Problemfällen weißt du, ob es wirklich sinnvoll ist, das Gespräch weiter zu führen.

Das musst du dir schon vorher im Klaren sein, bevor du in das Gespräch hereingehst.

 

3. Dich selber als gleichwertige Person einstufen, in der Gesprächsführung, sonst wird es schiefgehen !

 

2 Hände zeigen eine positive Gesprächsführung

Die meisten machen den Fehler und begeben sich entweder als zu kleine oder zu dominante Person in das Gespräch.

Dies hat beides starke Nachteile, weil du immer verlieren wirst. Die andere Person ist nicht dumm und weiß genau, ob du zu dominant und zu selbstbewusst bist oder zu schüchtern.

Du hast bestimmt schon beide Varianten bildlich im Kopf ? Aber ich muss dir leider sagen, das es keinen gibt, der nicht beide Varianten schon durchgespielt hatte in seinen Gesprächen.

 

  • Überlege mal selber, wann du zu überheblich warst und über einer Person standest.
  • Oder wann du mal zu schüchtern warst, weil eine andere Person dich zu etwas zwingen wollte ?

 

Ich muss selber zugeben, das mir das auch schon mal passiert ist. Und ich bin nicht der einzigste, weil keiner davon befreit ist. Entweder war es in der Schulzeit oder in deinem Berufsleben, wo du solche Situationen durchlebt hattest.

 

Deshalb kommt hier die Lösung:

Wenn du konkret weißt, dass beides falsch ist. Warum probierst du nicht mal aus, auf einem Level zu sprechen.

Auch wenn es uns Menschen manchmal schwerfällt, weil wir unterschiedliche Charaktere sind. Du musst immer versuchen auf einer Wellenlänge zu sprechen.

 

  • Dadurch verschaffst du dir mehr Sympathie, weil dich dein Gegenüber ernst nimmt
  • Du kannst deine Standpunkte dann auch klar positionieren
  • Dein Selbstbewusstsein steigert sich dadurch, weil du auf Augenhöhe kommunizierst.

 

4. Versuche niemals in der Gesprächsführung, überheblich zu wirken

 

Wir kennen doch alle die Situation, das wir schon vorher wissen, was die andere Person sagen möchte. Dann kommen die 2 Typen von Menschen, die immer gleich reagieren und vielleicht erkennst du dich selber wieder.

 

1.Die Leute, die kaum darauf reagieren, was die andere Person sagt

 

Die schnäuzen mit der Nase, schauen einfach in der Weltgeschichte rum oder schauen die andere Person gar nicht erst an. Das grenzt stark an Überheblichkeit.

Natürlich kann es öfters sein, das wir schon vorher wissen, was die andere Person sagt und denkt. Wir kennen in den meisten Fällen schon das Gedankenmuster und wissen ganz genau:

 

  • Das er unbedingt diese eine Sache immer wiederholt und überzeugen möchte
  • Diese Person vielleicht eine andere Meinung stark vertritt

 

Es ist völlig egal, wie jemand reagiert, da du es nicht für dich beanspruchen solltest. Du hast zwar auch deine Meinung und dein Ziel vor Augen, aber überheblich und arrogant darfst du nicht rüber kommen.

Dadurch, dass du gelassen an die Gesprächsführung ran gehst, kannst du besser überzeugen und sachlich bleiben.

Also keine blöden Bemerkungen und nicht hochmäßig kommen !!!

 

 

5. Tipp für eine gute Gesprächsführung – Gehe auf dein Gegenüber ein und versuche seine Argumente zu verstehen !

 

Zuhören bei der Gesprächsführung

Das Wichtigste ist es, auf dein Gegenüber einzugehen und auch konkrete Frage zu stellen. Durch diese konkreten Fragen, zeigst du nicht nur, dass du zuhörst. Du gibst auch deinem Gegenüber die Möglichkeit, mit dir sachlich und in einer guten Art und Weise zu kommunizieren.

Es gibt auch Leute, die versuchen verletzende Sprüche abzulassen oder auch jemanden zu diffamieren.

Also hier  sind konkrete Fragen, die du stellen kannst, um auf einer guten Ebene mit dem anderen zu reden.

Wie hast du es gemeint….

Kann ich das so verstehen, dass du es so meinst…

Möchtest du es wirklich so umgestalten…

 

Dadurch kannst du auch seine eigenen Beweggründe herausfinden, warum er das Thema so spannend findet und er deshalb so leidenschaftlich dafür kämpft.

Wenn du das herausbekommen hast, kannst du auch eine bessere Basis mit ihm aufbauen. Da du herausbekommen hast, warum es sein Leidensthema ist und warum er dich von dieser Sache überzeugen möchte, kannst du auch auf ihn eingehen.

So funktioniert immer ein guter Smalltalk bis zu einem guten Gespräch. Dies ist überall einsetzbar, weil du damit gleich eine Brücke bauen kannst.

 

6. Versuche auf eine ungezwungene und persönliche Ebene zu kommunizieren in der Gesprächsführung

 

Ich meine jetzt nicht, dass du im zu persönlich kommen solltest. Aber ich hatte gerade schon gesagt, du ihm natürlich verstehen sollst und seine Argumente und Überzeugungen auch verstehen musst.

Dazu gehört es auch, auf eine persönliche Ebene zu kommen und ihm auch per du zu kommen. Je nähe und besser ihr euch im Gespräch kommt, desto besser kann ein erfolgreicher Abschluss oder auch ein guter Deal rauskommen.

Es kommt aber immer darauf an, ob die andere Person das auch so möchte, deshalb versuche es ihr anzubieten.

Je besser kannst du auch mit ihr reden und damit auch Erfolg haben.

Also scheue dich nicht. Hab keine Angst, es anzusprechen und zu versuchen. Dadurch kannst du auch deine Rhetorik verbessern, wenn du mit jemanden in besseren Kontakt stehst, als wenn du zu ihm “Sie” sagst.

 

7. Mit Kritik musst du in der Gesprächsführung auch umgehen können !

Kritik einstecken Gesprächsführung

Manchen fällt es verdammt schwer, mit Kritik umzugehen und damit auch zu leben. Aber Kritik gehört dazu. Es kommt aber immer darauf an, in welchen Kontext es steht.

Will dich die Person nur verbessern, weil sie dich gerne hat und dir etwas Gutes tun möchte, dann ist das auch gute Kritik. Die kannst du während eines Gespräches gerne annehmen und dich bedanken.

 

Dadurch zeigst du auch gleich, das du es respektierst.

Anderes sieht es auch, wenn es beleidigend oder böse wird. So etwas musst du dir nicht gefallen lassen. Ein gutes Gespräch lebt von einem Geben und Nehmen. Du gibst ein paar Anregungen und Verbesserungen. Du möchtest dein Ziel verfolgen.

Und wenn es dann vielleicht, zu einer zu schnellen Reaktion kam und etwas nicht so gut gelaufen ist, musst du auch dafür gerade stehen.

Das können ein paar Versprecher sein oder eine dumme Bemerkung.

Vielleicht hat dein Gegenüber auch gesagt, das deine Reaktion unpassend war für diese Diskussion.

Dann musst du auch damit leben, das ist kein Beinbruch. Aber nicht zuzugeben, das wäre fatal für ein gutes Gespräch zwischen euch beiden.

 

8. Wie reagiere ich, wenn ich einen Vielredner vor mir habe in der Gesprächsführung !

 

2 Frauen unterhalten sich Gesprächsführung

Naja, so etwas kommt überall gerne vor. Diese Vielredner hören einfach nicht auf zu reden. Man kann sie kaum unterbrechen. Am liebsten will man einfach laut sagen, dass sie aufhören sollen.

Aber andererseits will man nicht unhöflich kommen. Aber diese Redner sind nun mal sehr lästig, da sie einem wirklich alles vermiesen können.

Wie geht man jetzt aber am geschicktesten vor, wenn man dagegen etwas machen möchte.

Dazu gibt es meinen ultimativen Rhetorik-Tipp, denn du dir gerne raus schreiben kannst.

 

Auf eine höfliche Art und Weise unterbrechen !!!

Dazu gibt es zwar nicht DIE eine Variante.  Aber eine nette Variante ist es schon, die ich dir gerne jetzt präsentiere.

Wenn jemand nicht mehr aus seinem Redefluss rauskommt, kannst du ihm folgendes sagen:

 

“Es tut mir leid, ich weiß dass ich dich gerade unterbreche. Kann ich noch mal nachvollziehen, was du gesagt hattest.

Du meintest, dass…”

 

Ich hoffe, dir fallen 2 Sachen auf, die besonders sind in diesen Sätzen.

Und hast du sie schon gefunden. Es sind die 3 Dinge:

 

“..tut mir leid…” “…dich gerade unterbreche…” “…nachvollziehen…”

 

  • Du signalisierst deinem Gegenüber, das du ihn gerade unterbrochen hattest und erwähnst es. Dadurch wird die Person es nicht so böse nehmen.
  • Du fragst besonders noch mal nach, ob du es richtig verstanden hast und signalisierst, das du noch ein paar Infos haben möchtest. Dadurch bist du mittendrin und zeigst Begeisterung !

 

Das ist die beste Variante, die du einsetzen kannst. Natürlich gibt es noch andere Methoden, aber die sind meistens unhöflich oder nicht sinnvoll. Ich präsentiere dir nur solche Sachen, die auch Hand und Fuß haben.

 

9. Tipp Versuche, alles zu verstehen und gegebenfalls nachzufragen !!

 

Zuhören Gesprächsführung

Der schlimmste Fehler ist es immer, wenn man nicht alles versteht b.z.w. verstanden hat. Dadurch kann es zu Missverständnissen kommen und falschen Diskussionen.

Was gibt es Schlimmeres, als am Thema vorbei zu reden und dann den Faden zu verlieren.

 

“Ich dachte, du redest über folgendes…”

 

Das ist natürlich das Worst-Case-Szenario. Weißt du, woran das liegt? Weil sich nicht die meisten nicht trauen, nachzufragen und wichtige Punkte zu wiederholen. Durch Nachfragen können strittige Punkte noch mal geklärt werden.

Aber das Problem ist halt, das die meisten denken, das es an ihrem Selbstbewusstsein klemmt und es dadurch sinkt.

Da sind sie aber auf dem Holzweg. Wenn ich wirklich nachfrage, zeige ich starkes Interesse. Für mich wäre es großer Mist, wenn ich nicht mit der Person, sondern nebeneinander rede. Aber nicht zum gleichen Thema.

Dadurch kommt es zum Monolog. Da kann ich gleich vorm Spiegel reden, das würde genauso viel Sinn machen.

Also nachfragen ist kein Problem !!!

 

 

10. Zusammenfassung über das Gespräch

 

Es ist ein gelungener Abschluss, wenn du das Gesagte noch mal komplett zusammenfasst. Das Wichtigste sind die Kernbotschaften und worauf ihr euch geeinigt habt.

Dadurch kannst du das gesagte noch mal Revue passieren lassen.

“Wir haben uns also auf folgendes geeinigt…”

 

Der Vorteil ist, dass du Missverständnisse noch aus der Welt bekommst und dein Gegenüber auch ernst nimmst. Du hast eine Zusammenfassung gebracht und ihr könnt euch gegenseitig für die konstruktive Gesprächsführung loben.

Egal, auf was ihr euch geeinigt habt, du musst nach der Gesprächsführung selber wissen, ob es positiv oder negativ war. Wenn es nicht ganz perfekt war, kannst du ja wissen, woran es gelegen hatte und kannst daran üben.

Ganz perfekt kann es nie gewesen sein, denn perfekt kann es nicht geben.

Also immer weiter üben und schon wirst du sehr gut in der Kommunikation mit anderen Personen.

 

Ich freue mich, wenn dir dieser Beitrag gefallen hat. Wenn du aktuelle Informationen bekommen möchtest über Rhetorik und wie du jeden Tag besser werden kannst, dann hole dir meinen exklusiven Newsletter.

Ich wünsche dir bestmöglichen Erfolg. Mit kommunikativen Grüßen.

Dein Stephan Pinkwart

Selbstbewusstsein   Rhetorik     Überzeugen  Argumentieren

 

Stephan ist Coach aus Leidenschaft, Gründer des Blogs Rhetorik lernen. Er zeigt dir, wie du Selbstbewusstsein massiv aufbauen kannst, schlagfertig wirst und alles erreichen kannst im Leben. Er verfolgt die Ansicht das es jeder schaffen kann, sein Leben so aufzubauen wie es sich jeder erträumen kann. Nur mit der richtigen Rhetorik und einer guten Argumentation. Mit den Praxiserfahrungen und Methoden, die er sich über Jahre antrainiert hat, motiviert er andere besser zu werden und ihre Angst zu überwinden. Unter seiner Webseite gibt es noch weitere Tipps, um perfekt seine Rhetorik zu lernen, unter www.rhetorik-lernen.net

Stephan Pinkwart
 

Stephan ist Coach aus Leidenschaft, Gründer des Blogs Rhetorik lernen. Er zeigt dir, wie du Selbstbewusstsein massiv aufbauen kannst, schlagfertig wirst und alles erreichen kannst im Leben. Er verfolgt die Ansicht das es jeder schaffen kann, sein Leben so aufzubauen wie es sich jeder erträumen kann. Nur mit der richtigen Rhetorik und einer guten Argumentation. Mit den Praxiserfahrungen und Methoden, die er sich über Jahre antrainiert hat, motiviert er andere besser zu werden und ihre Angst zu überwinden. Unter seiner Webseite gibt es noch weitere Tipps, um perfekt seine Rhetorik zu lernen, unter www.rhetorik-lernen.net

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