Wie du ein Totschlagargument perfekt meistern kannst und immer einen flotten Spruch auf den Lippen hast !

 

2 Frauen beim Totschlagargument

Sei nicht ungeduldig, wenn man deine Argumente nicht gelten lässt.

Johann Wolfgang von Goethe

 

 

 

Goethe hatte damals schon recht und heute immer noch. Du kennst das auch, das du jemanden überzeugen willst und dann kommt ein dummer Spruch.Immer wieder die alte Platte wird abgespielt, sobald ein Thema jemanden nicht passt und keine guten Gründe mehr dagegen sprechen.

 

  • “Du weißt es sowieso immer besser”
  • “Das haben wir noch nie so gemacht, warum soll das jetzt funktionieren”

 

Diese Sprüche sind wie eingewachsene Fußnägel und völlig störend. Die sind so unqualifiziert und schlecht, das mir immer wieder die Haare sträuben, wenn ich so etwas hören muss. Die sind einfach nur grausam. Immer wieder höre ich eins von diesem Totschlagargument und schon versucht mich der Gegner mundtot zu machen. Aber das schon mal falsch, er ist meistens auf der falschen Spur. Mich kann inzwischen keiner mehr mundtot machen, da ich immer wieder etwas in der Hinterhand habe.

Deshalb erkläre ich dir hier, wie du darauf perfekt kontern kannst, damit du immer gut gerüstet bist.

 

Totschlagargument – Was ist das

 

Ein Totschlagargument ist für mich eine leere Sprechblase oder ein Satz ohne Sinn und Verstand. Ich nenne sie immer meine Lieblingsphrase. Das Totschlagargument soll immer mehrere Merkmale zeigen und mir verständlich machen als Gegner, das es vorbei ist mit der Unterhaltung. Er möchte mir immer ein Spruch rein drücken und manchmal nicht böswillig zeigen, das es nicht umsetzbar ist.

Nehmen wir mal ein Beispiel: Stell dir vor, das du dich mit jemanden über Straßenbau unterhalten möchtest und eine tolle Idee hast. Du zeigst ihm die positiven Ansichten und Merkmale und gibst ein paar gute Argumente. Dann kommt ein Satz wie dieser:

 

  • “Der letzte, der das vorgeschlagen hatte, ist rausgeflogen wegen Unfähigkeit”
  • “Bislang sind wir gut mit der altbewährten Methode ausgekommen”

 

Du kannst dir sicher vorstellen, das so etwas Bullshit ist. Einfach nur unterste Schublade und nicht gerade sehr nett. Der Gegner möchte einfach nur, ob bewusst oder unbewusst, dir signalisieren das es ihn nicht interessiert. Und das schöne ist ja.

Man kann sich gegen ein Totschlagargument kaum wehren. Es soll einfach nur ein Knüppel in die Argumentation gedrückt werden.

Alleine dadurch, das du erst mal ins Stocken gekommen bist, hat dein Gegner mehr Zeit gewonnen und hofft, das er auf der Gewinnerseite ist. Aber da hat er die Rechnung nicht mit dir gemacht.

Bevor wir aber zu den Übungen kommen, sage ich dir erst mal warum es gemacht wird, damit wir den tieferen Sinn dahinter verstehen. Nur dadurch kannst du auch den Gegner verstehen.

 

Warum wird ein Totschlagargument angewendet

Es hat viele Gründe, warum gerade so ein Spruch kommt. Aber alle haben etwas damit zu tun, dich erst ruhig zu stellen und deine Idee und deine Argumente erst mal zur Seite zu schieben.

 

 

1. Persönliche Gründe

Stress/Überforderung in der Situation

 

Darunter kann fallen, das diese Person erst mal gerade Stresse hat und somit überfordert ist. In dem Fall ist es erst mal nicht böse gemeint und nicht abwertend. Auch sollte man es nicht persönlich nehmen und daraus gleich einen Weltuntergang machen. Jeder hat mal einen schlechten Tag und hat viele Termine.

Dann kann auch mal schnell so etwas aus den Mund kommen.

 

  • “Das bringt uns jetzt nicht weiter. Lass uns ein anderes mal drüber sprechen”

 

In so einer Situation würde ich es akzeptieren, weil es kein Totschlagargument ist, um mich ruhig zu stellen. Sondern ganz alleine nur, weil sie ihren Freiraum benötigt.

 

 

2. Überheblichkeit und Arroganz

 

Totschlagargument FroschDiese Gruppe nehme ich nicht in Schutz und gerade dort ist eine gute Rhetorik dringend notwendig. Gerade in dort kommt es nicht darauf an, sich gut zu positionieren und Argumente auszutauschen. Es geht einzig und alleine darum, sich aufzuplustern und Überheblichkeit zu zeigen. (“Schaut her, ich bin der größte”)

Ich habe so etwas schon in vielen anderen Beiträgen geschrieben, das ich so etwas zwar nicht leiden kann. Aber gerade dort kannst du besonders gut punkten. Du fragst dich gerade, warum und wieso!!

Wenn ich eine Gruppe mit 3 Machos vor mir habe und einer sagt, das es nichts bringt (meistens der größte) dann kann ich mit einem schnellen Spruch kommen. Erstens ein guter Spruch und dann weiter machen mit guten Argumenten. Dadurch stärkst du deine Autorität. Auch wenn es schwerfällt (ja, mir ist es auch am Anfang schwergefallen)

Aber gerade diese Situationen sind die wichtigsten und können dich sehr schnell voran bringen in deiner Persönlichkeit, zum großen Rhetorik-Meister. Erst diese Situationen werden dir zeigen, wie weit du bist. und ob du Angst hast, etwas zu  sagen.

 

Unter Überheblichkeit zähle ich auch solche Personen, die einfach nur Spaß haben, mich zu diffamieren und immer wieder zu jemanden Ding “Nein” sagen oder abweisend sind. In diesen Situationen habe ich immer im Kopf folgenden Satz “Du willst wirklich mit mir anlegen, ich glaube, du wirst verlieren.” Auch wenn ich ihn nicht überzeugen kann, hat er so viele Infos bekommen, das es trotzdem in seinen Kopf rattert. Aber das alles musst du nicht machen. Hauptsache du weißt, wie du auf ein Totschlagargument reagieren kannst.

 

 

Wie wehre ich mich gegen ein Totschlagargument

 

Das was du immer machst, ist in die Defensive zu gehen und klein zu sein. Deshalb kommen hier die besten Tipps, natürlich immer mit einer gesunden Körperhaltung.

 

1. Variante, die Attacke auf dein Gegenüber zurückschicken (leicht zu merken)

 

Die beste Methode ist es, deinen Gegner der Lächerlichkeit preis zu geben. Es ist zwar nicht immer die feine englische Art und Weise, aber es ist die schnellste Variante. In diesem Moment muss man nicht lange überlegen und kann die Worte wieder auf den Weg zu ihm schicken.

 

Nehmen wir mal an, das er dir folgendes sagt:

 

  • “Sie können es doch gar nicht umsetzen, dazu haben sie nicht die Kompetenz dazu.”

 

Er ist natürlich nicht nett und freundlich und kann auch sehr verletzend sein. Die erste Methode ist es, gleich zurückzuschlagen, mit der Behauptung:

 

  • “Was wissen sie schon, sie haben doch bis jetzt auch nichts produktives hinbekommen.” (Antwort)

 

Dadurch kannst du den Angriff in dem Fall zurückschicken, aber diese Methode kann ich dir nicht empfehlen. Da es ein persönlicher Angriff ist, solltest du es niemals mit deinen eigenen Waffen machen. Du begibst dich direkt auf die gleiche Ebene wie dein Gegenüber. Du versuchst gar nicht Rhetorik ihn aus der Enge zu bekommen, sondern auf die gleiche Diffamierungsebene zu gehen. Natürlich fürs erste mal ok, aber nicht um richtig zu kontern.

 

 

2. Variante Erklärung verlangen und somit Schachmatt setzen

 

Eine bessere Methode und auch einer meiner Lieblingsmethoden ist die Frage-Methode. Wenn mal ein Totschlagargument kommt in dieser Art und Weise:

 

  • Das kann gar nicht funktionieren

 

Wie wäre die Antwort in dem Fall. Ganz einfach, wenn Leute dabei sind und mithören.

 

  • “Herbert hatte gesagt, das es nicht funktioniert. Ich habe gerade gesagt, wie es funktioniert Wollen wir das mal ausdiskutieren.” (Antwort)

 

In diesem Fall hast du ihn gleich konfrontiert mit seiner Aussage und eingeladen dazu, seine Position zu erklären. Jeder, der dich nur ärgern würde, würde dann ins Stocken kommen. Deshalb hast du da erst mal eine gute Ausgangsposition und eine gute Möglichkeit, die Leute mit einzubeziehen.

Wenn du alleine bist und kein Publikum dabei hast, dann würde eine gekürzte Fassung helfen:

 

  • “Du sagst, das dies so nicht funktioniert. Erklär mir das mal.” (Antwort bei 2-3 Personen)

 

In jedem Fall spielst du den Ball wieder zurück und der andere kann und muss sich auch erklären. Egal wie und was er macht, er muss sich dann sofort erklären und versuchen aus der Situation wieder herauszukommen. Entweder er schafft es oder er blamiert sich.

 

 

3. Variante  Zusammenhänge und Vorteile erklären (Profi-Variante)

 

Diese Profi-Variante ist halt nur, wenn du knietief in dem Stoff drin steckst und richtig viel Ahnung hast. Nehmen wir mal die 2 besten Sprüche.

Stell dir folgendes vor, das du gerade ein neues Produkt  hast und deshalb ganz genau was erklären möchtest.

 

  1. Spruch könnte ich folgendermaßen kontern:

  • “Warum sollte es nicht klappen, wenn ich das so umsetze, wie ich es mir vorstelle, können sie sich für das Geld einen neuen Sportwagen leisten.”

 

Du musst selber zugeben, dass es eine gute Antwort ist. Aber es halt mit einer Routine verbunden und mit viel Übung. Wenn es um das Thema Geld einsparen geht, kannst du immer visuelles Bild vor dem Auge präsentieren und somit die eigene Argumentation verstärken.

 

Kommen wir zum 2. Spruch

Wie ich schon gesagt, werde ich ihn dem Fall nicht auf die Variante gehen und zurückschlagen. Lieber nehme ich die Vorteile auf und nehme dazu seinen Einwurf.

 

Antwort zum 2.Totschlagargument !

  • “Du (beim Publikum “Sie”) hast/haben gesagt, das nichts dabei rauskommt. Warum sollte nichts dabei rauskommen. Wenn wir diese Dinge so umsetzen, können wir den Leuten eine erhebliche Erleichterung anbieten. Dadurch sinkt der Krankenstand. Dadurch ist es für beide Seiten sinnvoll.”

 

Du siehst, wie leicht es ist, als Sieger daraus zu gehen. Aber das wichtigste ist es, das du dich mit der Materie auskennst und dadurch kannst du auch besser argumentieren und aus solchen brenzligen Situation gut rauskommen.

Deshalb heißt es immer wieder, üben üben und noch mal üben. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, aber je öfter du es machst, desto besser kannst du es anwenden.

 

 

 

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Ich wünsche dir bestmöglichen Erfolg. Mit kommunikativen Grüßen.

Dein Stephan Pinkwart

Touch-Turn-Talk   Rhetorik    Körperhaltung     Argumentieren

Stephan ist Coach aus Leidenschaft, Gründer des Blogs Rhetorik lernen. Er zeigt dir, wie du Selbstbewusstsein massiv aufbauen kannst, schlagfertig wirst und alles erreichen kannst im Leben. Er verfolgt die Ansicht das es jeder schaffen kann, sein Leben so aufzubauen wie es sich jeder erträumen kann. Nur mit der richtigen Rhetorik und einer guten Argumentation. Mit den Praxiserfahrungen und Methoden, die er sich über Jahre antrainiert hat, motiviert er andere besser zu werden und ihre Angst zu überwinden. Unter seiner Webseite gibt es noch weitere Tipps, um perfekt seine Rhetorik zu lernen, unter www.rhetorik-lernen.net

Stephan Pinkwart
 

Stephan ist Coach aus Leidenschaft, Gründer des Blogs Rhetorik lernen. Er zeigt dir, wie du Selbstbewusstsein massiv aufbauen kannst, schlagfertig wirst und alles erreichen kannst im Leben. Er verfolgt die Ansicht das es jeder schaffen kann, sein Leben so aufzubauen wie es sich jeder erträumen kann. Nur mit der richtigen Rhetorik und einer guten Argumentation. Mit den Praxiserfahrungen und Methoden, die er sich über Jahre antrainiert hat, motiviert er andere besser zu werden und ihre Angst zu überwinden. Unter seiner Webseite gibt es noch weitere Tipps, um perfekt seine Rhetorik zu lernen, unter www.rhetorik-lernen.net

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